Kurzfassung
Der aktuelle Preisabfall im gesamten Kryptomarkt wird voraussichtlich noch länger andauern - historisch dauerte eine solche Phase etwa 12 Monate.
Bitcoin erholt sich oftmals am schnellsten, wenn die Preise wieder anfangen zu steigen. Daher setze ich voll auf Bitcoin.
Für meine Investitionen habe ich am 6. Februar bereits ein Drittel des für 2026 geplanten Kapitals investiert.
Wichtig: Dieser Report ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Kryptowerten. Er dient ausschließlich Informationszwecken und stellt meine persönliche Meinung dar. Alle Angaben ohne Gewähr.
Sind wir aktuell in einem Bärenmarkt?
Bitcoin und die Preise im gesamten Kryptomarkt verliefen seit 2009 immer in 4-Jahres-Zyklen. Jeder Zyklus bestand dabei aus einem Tiefpunkt der Preise und einem Hochpunkt.
Für manche scheint der bisherige Zyklus von 2022 bis 2026 noch nicht beendet und der Hochpunkt der Preise noch nicht erreicht, aber für mich persönlich steht fest:
Der Zyklus ist vorbei. Wir sind in einem neuen Bärenmarkt.
(Bärenmarkt = Mehrmonatige Abwärtsbewegung mit über 20% Preisabfall)
Das heißt für mich aber auch, dass ein neuer Zyklus kommen wird und es jetzt gilt, sich für diesen neuen Zyklus zu positionieren.
Bärenmärkte sind oftmals nicht einfach. Insbesondere wenn man bereits vorher investiert hat und nun sein Investment dahinschmelzen sieht. Auf der anderen Seite bieten Bärenmärkte die Möglichkeit, mit einem deutlichen Abschlag auf vorherige Höchstpreise zu investieren.
Wo stehen wir aktuell?
Heute, am 15. Februar 2026, stehen wir bei etwa 69.000 US-Dollar (58.000 Euro). Das bisherige Tief für diesen Bärenmarkt haben wir am 6. Februar bei 60.000 US-Dollar (51.000 Euro) erreicht. Doch war das bereits der Tiefstpreis für Bitcoin und wir können uns auf neue Preisanstiege freuen?
Kurzfristig kann es durchaus zu Preisanstiegen kommen, aber mittelfristig lohnt sich ein Blick auf vorherige Bärenmärkte - 2014, 2018 und 2022.
In allen bisherigen Bärenmärkten dauerte das Erreichen der Tiefstpreise etwa ein Jahr (gerechnet ab dem vorherigen Allzeithoch).
Zeit bis zum Tief | Preisabfall bis zum Tief | |
|---|---|---|
2014 | 410 Tage | 87 % |
2018 | 365 Tage | 84 % |
2022 | 378 Tage | 77 % |
2026 | 124 Tage (?) | 52 % (?) |
Wie wir in der Tabelle sehen, lag das bisherige Tief am 06. Februar mit 124 Tagen Abstand deutlich näher am vorherigen Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar als die Tiefstpreise in vorherigen Bärenmärkten. Auch der bisherige Preisabfall von 52 % ist noch verhältnismäßig gering.
Was schließe ich daraus?
Aus meiner Sicht sind weitere Kursrückgänge unvermeidlich für den Beginn eines neuen Bullenmarktes. Über die letzten Bärenmärkte haben wir gesehen, dass der prozentuale Preisrückgang immer weiter abgenommen hat und Bitcoin an Volatilität verliert. Aber ein Preisrückgang von nur 52 Prozent wäre eine Überraschung.
Ob es dieses Mal wieder > 1 Jahr dauert - also mindestens bis zum 06. Oktober 2026 - oder ob wir schon vorher das Kurstief erreichen, lasse ich mir aktuell noch offen. Historische Preisverläufe deuten auf ein Tief im April/Mai oder im September/Oktober hin. Ein geschriebenes Gesetz ist dies jedoch nicht.
Was ist mit anderen Kryptowährungen (ETH, SOL usw.)?
Im Vergleich zu Bitcoin haben die allermeisten Kryptowerte (z.B. Ethereum und Solana - einen deutlich höheren Preisabfall im Bärenmarkt gesehen. Zudem war es in der Vergangenheit uneindeutig, ob zuerst Bitcoin seinen Tiefstpreis findet oder andere Kryptowerte.
Eines, was sich allerdings über alle Bullenmärkte bisher gezeigt hat, ist die starke Bitcoin-Dominanz zu Beginn eines neuen Bullenmarktes. Das heißt, dass Bitcoin in den ersten Monaten/Jahren eines Bullenmarktes stärker steigen konnte als anderen Kryptowerte.
Hätte ich persönlich noch kein Ethereum oder Solana, würde ich vermutlich schon jetzt einen kleinen Sparplan auf diese Werte starten. Allein deshalb, weil die tatsächliche Preisentwicklung immer stark von historischen Entwicklungen abweichen kann.
Aus dem oben genannten Grund - der starken Bitcoin-Dominanz über einen großen Teil des Bullenmarktes - setze ich aktuell aber vor allem auf Bitcoin.
Wie gehe ich vor?
Den tatsächlichen Boden (→ den tiefsten Preis) zu erwischen ist unrealistisch. Zudem ist das Risiko den Einstieg zu verpassen, weil man davon ausgeht, dass es noch weiter runtergeht, relativ hoch. Daher versuche ich gar nicht erst, den Boden zu erwischen.
Am 6. Februar lagen wir bereits über 50 Prozent unter dem Allzeithoch. Wenn Bitcoin in den nächsten Jahren tatsächlich wieder steigen wird - wovon ich persönlich ausgehe - dann wird relativ egal sein, ob ich bei 60.000 US-Dollar oder bei 48.000 US-Dollar investiere.
Auf meine genauen Preiserwartungen für den Boden werde ich in der nächsten Ausgabe noch stärker eingehen. Letztendlich lässt sich die Preisentwicklung jedoch nicht vorhersagen - von absolut niemandem.
Daher habe ich bereits jetzt etwa ein Drittel meines für Krypto geplanten Kapitals in Bitcoin investiert. Sobald wir tiefere Preise erreichen, werde ich weiter investieren und darüber berichten.
Aktuelles Portfolio und meine Käufe/Verkäufe
Immer am Ende eines Reports möchte ich kurz meine aktuelle Portfoliozusammensetzung sowie meine Käufe/Verkäufe teilen - ganz transparent.
Wie bereits vorher beschrieben, habe ich am 5./6. Februar erste größere Nachkäufe von Bitcoin getätigt und etwa ein Drittel des geplanten Kapitals für 2026 investiert.

Kryptowerte mit einer geringeren Allokation als Solana sind nicht enthalten.